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Swissmetal kauft dritten Produktionsstandort in Deutschland

Dornach - Reconvilier, 10. Februar 2006

 

Swissmetal setzt die im letzten Jahr beschlossene industrielle Strategie, die eine Verdreifachung des Umsatzes in fünf Jahren aus den zwei Schweizer Standorten Dornach und Reconvilier sowie weiteren Produktionsstandorten in Europa und Asien vorsieht, konsequent um. Mit dem Kauf der Busch-Jaeger Metallwerk GmbH in Lüdenscheid, Deutschland, stärkt Swissmetal seine Marktposition in der Elektronik-, Schreibwaren- und Decolletage-Branche. Die heutige Busch-Jaeger hat damit eine vergleichbare Produktepalette wie das Swissmetal Werk Reconvilier. Das Unternehmen verfügt über eine hohe Produktivität aufgrund der bereits während der ersten Eigentümerschaft von Swissmetal im Jahr 1997 gekauften neuen Extrusionspresse.

Der Verwaltungsrat von Swissmetal kam bereits im Rahmen seiner Strategiefindung im vergangenen Jahr zur Erkenntnis, dass man sich mit dem Verlust des seinerzeit als nicht wettbewerbsfähig eingestuften Standortes Lüdenscheid ein ernstzunehmenden Konkurrenten geschaffen hatte - dies mit hochmodernen, durch Swissmetal finanzierten Investitionen in neue Anlagen, so unter anderem einer neuen Extrusionspresse im Jahr 1997. Der seinerzeitige Verlust eines wertvollen Standorts wird nunmehr mit der Akquisition der heutigen Busch-Jaeger Metallwerk GmbH korrigiert. Unter neuer Führung hat sich Busch-Jaeger zu einem effizienten Produzenten und Anbieter von Kupfer- und Kupferlegierungen in Spezialitätenbereichen entwickelt, darunter auch die für Swissmetal relevanten Produkte für die Elektronik-, Schreibwaren- und Decolletageindustrie. Zusammen mit der Geschäftsleitung von Busch-Jaeger hat die Swissmetal-Führung eine gemeinsame Sichtweise für die zukünftige Integration des Unternehmens gefunden. Insbesondere in Produktion und Vertrieb, aber auch bezüglich geplanter Investitionen der beiden Unternehmen können substantielle industrielle Synergien erzielt werden. Die Produktionspaletten der beiden Unternehmen lassen sich ohne Einschränkungen über die gleichen Vertriebskanäle vertreiben. Swissmetal beabsichtigt, Busch-Jaeger als festen Bestandteil seiner Gruppenstrategie und des industriellen Konzeptes 2006 bis 2010 zu integrieren.

 

Eine erste Zusammenarbeit mit Busch-Jaeger, die von 1990 bis 2002 andauerte, scheiterte aufgrund einer misslungenen Integrationspolitik. Seit dem Neustart 2003 erfreut sich der Standort heute deutlich wachsender Marktanteilsgewinne in attraktiven Spezialitätenbereichen.

 

Aufgrund des rechtswidrigen Streiks sowie der unrechtmässigen Besetzung des Betriebsgeländes wurden die bereits zuvor geplanten Gespräche mit Busch-Jaeger in den letzten Tagen intensiviert. Konkrete Akquisitionsverhandlungen wurden nach Ausbruch des Streiks in Reconvilier aufgenommen.

 

Swissmetal betont ausdrücklich im Zusammenhang mit der heutigen Akquisition, dass das Unternehmen weiterhin die feste Absicht hat, Reconvilier zum Produktionsstandort für das Kompetenzzentrum „Finishing Drähte und Stangen“ und als Distributionszentrum für Produkte der Decolletage-Industrie weiterzuentwickeln. Swissmetal fordert die Streikenden in Reconvilier auf, den rechtswidrigen Streik sowie die unrechtmässige Besetzung des Betriebsgeländes sofort zu beenden, um dann, im Rahmen eines zu definierenden Kreises, in einen offenen Dialog einzutreten über die Grundsatzfrage, wie der Standort Reconvilier seinen Platz in der Swissmetal Gruppe finden kann.

 

Busch-Jaeger GmbH produziert mit 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Lüdenscheid rund 20'000 Tonnen kupferbasierte Legierungen pro Jahr und erzielt damit einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Rund 40 Prozent der Produktion wird ausserhalb Deutschlands abgesetzt.


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