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Uneinheitliche Nachfragesituation – Swissmetal setzt Kosteneinsparungen in den Zentralen Bereichen (Nicht-Produktion) um

Die Nachfragesituation hat für Swissmetal seit Jahresbeginn sehr positiv begonnen, bleibt aber weiter erratisch, zeigt bezüglich der verschiedenen Marktsegmente ein uneinheitliches Bild und ist über einen aussagekräftigeren Dreimonatszeitraum betrachtet weiterhin sehr gedrückt. Entlassungen im Produktionsbereich der Swissmetal-Werke sind aus heutiger Sicht nicht notwendig. Swissmetal passt dort die Kapazität über Kurzarbeitsmassnahmen an, die in Lüdenscheid und Reconvilier punktuell bereits Anwendung fanden. In den Zentralen Bereichen, d.h. den Bereichen ausserhalb der Produktion, werden ca. 35 von insgesamt 134 Vollzeiteinheiten abgebaut, um das Unternehmen auch für eine mögliche Fortsetzung oder Verschärfung der Wirtschaftskrise zu wappnen. Die Bereiche F&E, technisches Marketing und Qualitätsmanagement werden neu unter einer Führung zusammengeführt. Zukunftsprojekte und wichtige technische Investitionen werden durch die Kosteneinsparungen nicht beeinträchtigt. Insbesondere läuft das Projekt Atmova – die Energie erzeugenden Dachziegel – mit voller Kraft weiter.

 

Nachfragesituation in den ersten Wochen des neuen Jahres stark, aber weiterhin sehr erratisch. Insgesamt ist über die letzten Monate eine deutliche Abkühlung spürbar

 

Die Nachfragesituation seit Jahresbeginn liegt 28% über der Vergleichsperiode des Vorjahres. Betrachtet man allerdings den Auftragseingang über den Zeitraum der letzten drei Monate, so liegt er 41% unter dem Wert der Vergleichsperiode in 2007/2008. Dabei ist die Nachfrage über die letzten Monate sehr erratisch und zeigt auch bezüglich der einzelnen Absatzmärkte von Swissmetal ein sehr heterogenes Bild.

 

Die folgenden Kommentare über die verschiedenen Marktsegmente zeigen sehr uneinheitliche Entwicklungen, denn die verschiedenen Absatzindustrien sind sehr unterschiedlichen Konjunkturdynamiken ausgesetzt.

 

Auftragseingang der selbst produzierten Produkte, Vergleich Ist gegenüber Vergleichsperiode von vor einem Jahr

 

 

Marktsegment

Letzte 3 Wochen

gegenüber Vorjahr

Letzte 3 Monate

gegenüber Vorjahr

Generatorenbau

deutlich stärker

stärker

Steckverbinder

deutlich stärker

schwächer

Décolletage

deutlich schwächer

deutlich schwächer

Uhrenindustrie

deutlich schwächer

deutlich schwächer

Kugelschreiberindustrie

deutlich schwächer

deutlich schwächer

Industrielle Güter+Infrastruktur

stärker

deutlich schwächer

Weitere Segmente insgesamt

deutlich stärker

deutlich schwächer

 

 

 

In dieser nicht präzise einschätzbaren konjunkturellen Situation muss sich Swissmetal weiterhin auf sehr unterschiedliche Nachfrageszenarien einstellen und mit geeigneten Massnahmen und weiterführenden Massnahmenplänen auch die Möglichkeit einer längeren oder verschärften Weltwirtschaftskrise adressieren.

 

Swissmetal hat in den vergangenen Wochen die Produktionskapazitäten einzelner Anlagen-gruppen gesenkt. Dies wurde an den Standorten Reconvilier und Lüdenscheid durch den Abbau von temporären Mitarbeitern und Überzeitansprüchen sowie durch Kurzarbeit realisiert. Dornach kann bis dato noch von einer guten Kapazitätsauslastung profitieren, da einzelne Produktionsbereiche eine weiterhin starke Nachfrage aufweisen sowie Rückstände abgearbeitet werden müssen, die mit dem Anfahren der neuen Presse und den damit verbundenen Kapazitätsengpässen verbunden sind. Auch für Dornach sind aber Schritte für die kommenden Monate vorbereitet worden, die Kapazitäten bei Bedarf zu senken.

 

 

 

Massnahmen zur Kosteneinsparung in den Zentralen Bereichen (Nicht-Produktion)

 

Im Produktionsbereich von Swissmetal fanden bereits im Rahmen des industriellen Umbauprogramms 2006-2010 personelle Anpassungen statt. Heute weist dieser Bereich, bereinigt um die Kosten des Anfahrens der neuen Extrusionspresse, eine deutlich höhere Effizienz auf. Auch sollten Kapazitätsschwankungen selbst bei konjunkturellen Extremszenarien im Produktions-bereich über interne Massnahmen und über Kurzarbeitsmodelle ohne Entlassungen abgefedert werden können.

 

Anders sieht es in den Bereichen ausserhalb der Produktion aus, den so genannten Zentralen Bereichen, wo die gleichen Massnahmen nicht angewandt werden können. So können z.B. die ca. 80 Management Team Mitglieder (Kader) nicht in Kurzarbeit gehen. Swissmetal sieht seine höchste Priorität darin, sich auf möglichst viele konjunkturelle Szenarien einzustellen, auch das einer länger andauernden und tief greifenden Weltwirtschaftskrise, und dafür die Fixkosten möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen heute beschlossen, die Aktivitäten in den Zentralen Bereichen auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Verschiedene Projektarbeiten wurden dabei auf Eis gelegt sowie der Servicegrad der Zentralen Abteilungen auf ein Krisenszenario ausgerichtet. Aus diesen Massnahmen ergibt sich die Möglichkeit, den Personalbestand der Zentralen Bereiche gruppenweit um 35 Vollzeiteinheiten zu reduzieren. Der Mitarbeiterbestand reduziert sich damit in den Zentralen Bereichen von 134 auf 99 Personen. In einigen Fällen soll die Trennung von Mitarbeitern temporärer Natur und nur für die Dauer der Krise sein. Swissmetal versucht, mit diesen Personen individuelle Lösungen wie z.B. Sabbaticals, zu vereinbaren. Sobald das Unternehmen verschiedene Projekte wieder aktiviert, sollten diese Mitarbeiter zu Swissmetal zurückkommen können.

 

Die eingeleiteten Massnahmen beeinträchtigen die weitere geschäftliche Entwicklung von Swissmetal nicht. Die Arbeiten an wichtigen Innovationsprojekten und technischen Weiterentwicklungen schreiten ungehindert voran. Insbesondere wird der Energie erzeugende Dachziegel unter dem neuen Markennamen ATMOVA (siehe www.atmova.ch) vermarktet. Auch die Produktentwicklungsaktivitäten im Bereich der Anwendungen für die Flugzeug- und Ölindustrie, werden ausgeweitet und auf weitere Legierungsfamilien, namentlich Alubronzen erweitert.

 

Swissmetal ist nach heutiger Einschätzung trotz der konjunkturell bedingten Rückschläge in der Lage, an der eingeschlagenen Strategie festzuhalten und die notwendigen Investitionen in die Zukunft entschlossen anzugehen.

 

 

Neuer Leiter für Forschung & Entwicklung, technisches Marketing und Qualitätsmanagement

 

Swissmetal hat entschieden, per 1. Februar 2009 die Bereiche Forschung & Entwicklung, technisches Marketing sowie Qualitätsmanagement unter einer gruppenweiten Führung zusammenführen. Die neue Position auf Geschäftsleitungs-Ebene wird von Herr Dipl. Ing. EPFL Jean-Pierre Tardent bekleidet, der bei Swissmetal seit 1982 tätig ist und sich mit erfolgreichen Produktentwicklungen, z.B. im Bereich der Steckverbinder sowie der Flugzeug- und Ölindustrie, einen hervorragenden Ruf geschaffen hat.


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