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Swissmetal schliesst ein schwieriges Übergangsjahr ab

Wesentliche Umstellungen in der Produktion mit vorübergehend stark negativem Einfluss auf den Geschäftsverlauf

Dornach, 08. April 2009

Die Swissmetal-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 einen Bruttoumsatz von CHF 324.9 Mio. Dies lag CHF 82.1 Mio. bzw. 20% unter dem Vorjahreswert. Den grössten Einfluss auf den Umsatzrückgang hatten die ab dem zweiten Halbjahr stark rückläufigen Metallpreise. Des Weiteren minderten Lieferengpässe aufgrund des Übergangs der Produktion auf die neu installierte Extrusionspresse den Bruttoumsatz. Ab dem vierten Quartal 2008 wurde die aktuelle Weltwirtschaftkrise auch in der Buntmetallindustrie spürbar. Der Auftragseingang verringerte sich deutlich, was sich aber bei Swissmetal wegen eines solide gefüllten Auftragsbuchs in 2008 noch nicht auf den Umsatz auswirkte.

 

Der Bruttobearbeitungsumsatz (Bruttoumsatz abzüglich Metall zu Standardmetallkosten) der produzierenden Werke belief sich auf CHF 113.8 Mio. und wies damit ein Minus von CHF 12.3 Mio. (10%) gegenüber dem Vorjahr auf. Der Umsatz mit Dritthandelsprodukten beläuft sich auf CHF 22.8 Mio., 3.6 Mio. (14%) unter Vorjahr.

 

Die Bruttomarge in 2008 beträgt CHF 126.4 Mio. und liegt CHF 22.1 Mio. (15%) unter dem Vorjahr. Das laufende Lageroptimierungsprogramm leistet hierzu einen positiven Beitrag von CHF 9.2 Mio., da der Metallbestand im Produktionszyklus reduziert werden konnte.

 

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf CHF 11.2 Mio. und damit CHF 17.4 Mio. weniger als im Vorjahr. Ausschlaggebend war hier der angestiegene Betriebsaufwand im Jahr 2008, der vor allem auf höhere Kosten für Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen ist, die wiederum im Zusammenhang mit der Umstellung auf die neue Extrusionspresse sowie dem Umzug verschiedener Produktionsanlagen in Reconvilier sowie in Lüdenscheid zu sehen sind. Nach Abschreibungen – hier ist in 2008 zum ersten Mal auch die neue Presse inbegriffen – ergibt sich für Swissmetal ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF -2.4 Mio., was einem Rückgang von CHF 16.9 Mio. gegenüber Vorjahr entspricht. Der EBIT rutschte ins Negative ab, da zusätzlich zu allen zuvor genannten Effekten aufgrund der gegen Jahresende sehr niedrigen Metallpreise eine Abwertung der Metallbestände um CHF 4.7 Mio. vorzunehmen war. Das Ergebnis nach Steuern (EAT) verminderte sich im Vorjahresvergleich entsprechend um CHF 17.9 Mio. auf CHF -6.5 Mio.

 

Die Bilanzsumme der Swissmetal-Gruppe per 31. Dezember 2008 sank im Vergleich zum Vorjahr um CHF 27.1 Mio. auf CHF 209.8 Mio. Dies ist hauptsächlich auf das rückläufige Umlaufvermögen zurückzuführen, was wiederum durch den Abbau von Forderungen und dem Lagerabbau sowie der Lagerabwertung bedingt ist.

 

Konjunkturell setzte sich der negative Nachfragetrend aus dem 4. Quartal 2008 auch zu Jahresbeginn 2009 und anhaltend bis heute fort. Der Auftragseingang liegt weiterhin in praktisch allen Marktsegmenten deutlich unter Vorjahr. Swissmetal hat mit einer Anzahl von Massnahmen die Kosten nochmals weiter reduziert, um den Break-even-Punkt zu senken und damit möglichst gut für verschiedene Szenarien der immer noch andauernden Wirtschaftskrise gewappnet zu sein. Dazu gehören auch Kurzarbeitsmassnahmen an allen drei Produktionsstandorten.

 

Nach dem Überstehen der aktuellen Weltwirtschaftskrise sollte Swissmetal mit seiner grundlegend restrukturierten Kostenstruktur, den gut positionierten Produkten und seiner hohen Innovationskraft interessante Potentiale auftun und profitabel wachsen können.


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